Moma-Interview zur grünen Bundes- delegiertenkonferenz

Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen

Moma-Interview zur grünen Bundes- delegiertenkonferenz

Das Interview im ARD-Morgenmagazin vom 21. November mit Konstantin von Notz zur grünen Bundesdelegiertenkonferenz können Sie hier sehen.

Den erwähnten (Änderungs-)Antrag zur grünen Grundausrichtung mit dem Titel “Aufbruch 2017″ können Sie hier lesen.

 

2 Antworten

  1. Reinhard Schuster sagt:

    Glaube kaum das die Grünen das Image einer „Verbots-Partei“ los werden wird, wenn man sich z.B. Die neusten Verbote ( per Landesgesetz) in NRW, NS bzgl. Eines neuen Jagdgesetzes anschaut, Verbote über Verbote.
    Gesetze, die sich eindeutig gegen Eigentum richten, um Minderheiten zu befriedigen. Wer darauf Betracht ist Minderheiten ideologisch zu veredelt hat keine Zukunft.
    Mit freundlichen Grüßen von der Waterkant
    Reinhard Schuster

    • Wahlkreis sagt:

      Sehr geehrter Herr Schuster,
      haben Sie vielen Dank für Ihren Kommentar zur grünen Freiheitsdebatte mit Blick auf grüne Positionen in der Jagdpolitik. Zunächst kann ich als schleswig-holsteinischer Bundestagsabgeordneter zu konkreten landespolitischen Fragen in anderen Bundesländern Sie nur an meine Kollegen in Düsseldorf bzw. Hannover verweisen, die können von vor Ort sicherlich fundierter antworten:
      gruene-fraktion-nrw.de/fraktion/struktur/kontakt.html
      http://www.fraktion.gruene-niedersachsen.de/service/kontakt.html

      Allerdings möchte ich gern versuchen, Ihnen anhand grüner Politik hier in Schleswig-Holstein eine Antwort zu geben: Die Krux an jeder politischen Freiheitsdebatte ist nun einmal, auf wen oder was konkurrierende Freiheiten sich beziehen und entsprechenden Grenzen unterliegen sollen. Deswegen haben wir Grüne uns auf unserem jüngsten Parteitag so intensiv, aber auch aus verschiedenen Perspektiven differenziert um diese Fragen gerungen.

      Im Falle der Jagd mit scharfen Schusswaffen in einem mehr oder weniger öffentlichem Raum liegt es sehr nahe, dass es sinnvollerweise eine Reihe von auch gesetzlich verankerten Ge- und Verboten braucht, um die Freiheit zur Jagd mit anderen Interessen in Ausgleich zu bringen. Das hat weniger mit übermäßiger Verbotswut, als dem Schutz verschiedener Freiheits- und Grundrechten zu tun. Angesichts des weitflächigen Wildverbisses oder jüngsten, schweren Jagdunfällen wie einem erschossenen Pony in meinem Wahlkreis stellt sich hier z.B. auch die Eigentumsfrage – und zwar aus Sicht verschiedener Beteiligter.

      Grundsätzlich unterstützen wir Grünen daher durchaus eine verantwortungsvolle, fachgerechte und sichere Bejagung, gerade weil bestimmte Arten dringend durch ein sinnvolles Wildtiermanagement kontrolliert werden müssen, um diese Populationen auch nur halbwegs im ökologischen Gleichgewicht halten zu können. Grenzen muss die Jagd dort finden, wo berechtigte (Allgemeinwohl-)Interessen entgegenstehen. So z.B. der Natur- und Verbraucherschutz im Falle der Bleimunition, die für die Jägerschaft nach einer zumutbaren Umgewöhungszeit problemlos durch bleifreie Munition ersetzt werden kann (die – durch Studien belegt – bei richtiger Geschossform und Training ähnlich zielgenau ist und damit eine schnelle, möglichst schmerzfreie Tötung erlaubt).

      Mit freundlichen Grüßen
      Konstantin von Notz

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