Stadtradeln: Chancen, Probleme und Perspektiven für Möllner Altstadt (Newsletter 03/2016)

Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen

Stadtradeln: Chancen, Probleme und Perspektiven für Möllner Altstadt (Newsletter 03/2016)

Beim STADRADEL-Wettbewerb bewiesen diesen Juni viele Menschen in Mölln: mit dem Rad schnell, bequem und gesund ans Ziel kommen, ist leicht und macht Spaß. Dafür stiegen 262 RadlerInnen in verschiedenen Teams in die Pedale, um möglichst viele alltägliche Wege mit dem Rad zurückzulegen. Auch das Grüne Team ging an den Start. In den drei Aktionswochen kamen insgesamt 38.242 Kilometer zusammen, soweit wie fast einmal um den Äquator. So konnten fast 5.430 Kilogramm CO2 vermieden werden. Damit dieser einmalige Erfolg auch übers ganze Jahr hin wirkt, braucht es eine kluge, konsequente Stadt- und Verkehrsplanung.

Daher haben wir Möllner Grüne nicht nur Radkilometer sammeln, sondern vor Ort nachgehakt: Wo läuft es schon gut, wo noch schlecht auf Möllns alltäglichen Radwegen?

Die Tour mit der grünen Fraktionsvorsitzenden Regina Hälsig begann am Tilleulenspiegel auf dem Marktplatz. Denn mit dem Rad durch schöne Natur und Altstädte zu radeln, ist Lebensqualität für Anwohner wie Touristen. Das ist ein wichtiger, zugleich aber regionalverträglicher Wirtschaftsfaktor – auch dank immer besserer Routen und Angebote. Gerade der Einzelhandel in unseren Innenstädten profitiert von radelnden Kunden. Ein Anwohner oder Feriengast auf dem Rad hält leichter an und kauft gerade in kleineren Läden mehr – wenn es sichere Stellplätze in Ladennähe gibt.

Doch dafür braucht es sichere und bequeme Wege für Radler: „Jeder zweite Radler hat Angst im Straßenverkehr – das versteht jeder nach nur fünf Fahrminuten auf der Hauptstraße während der Rushhour: Statt Radschutzstreifen gibt es hier nur Dauerstau und Hoppelpflaster. Wenn wir auf beiden Straßenrändern das historische Pflaster eben einfassen und markieren, verbinden wir Radsicherheit und Denkmalschutz miteinander“, forderte meine Fraktionskollegin aus der Stadtvertretung.

Als Grünen werden wir uns weiter in der Kommune wie im Bund für eine konsequente Radpolitik einsetzen. Gerade die Bundesregierung kann viel mehr tun, das hat ein grünes Rechtsgutachten aufgezeigt: Ein wirklich modernisiertes Straßenverkehrsrecht für Pedelecs & Co., ein bundesweites Radstraßennetz sowie Forschung für mehr Verkehrssicherheit und Diebstahlschutz.

Das radpolitische Thesenpapier der grünen Bundestagsfraktion findet Ihr hier: gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/verkehr/PDF/thesenpapier-gruenes-radverkehrsforum-april-2016.pdf