Gesundheit in Zeiten von Corona

Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen

Informationen rund um den Gesundheitsschutz

Das deutsche Gesundheitssystem ist eines der besten in Europa und es werden derzeit flächendeckend Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Pandemie unternommen. Entscheidend ist, dass sich die Ausbreitung des Coronavirus so langsam wie möglich vollzieht. Nur so kann eine übermäßige Belastung unseres Gesundheitssystems so gering wie möglich gehalten und damit die Versorgung schwerkranker Patienten sichergestellt werden. Wir sind daher alle dazu aufgerufen, unseren eigenen Beitrag zu leisten, indem wir die wichtigsten und effektivsten Schutzmaßnahmen berücksichtigen.

Hierzu gehören mindestens eine:

  • gute Händehygiene,
  • korrekte Husten- und Niesetikette,
  • sowie das Einhalten eines Mindestabstandes von ca. 1,5 bis 2 Meter zu Mitmenschen.

Schützen Sie sich und andere

Schützen durch Händewaschen:

Die Hände sind die häufigsten Überträger von Krankheitserregern. Ob durch Händeschütteln oder über gemeinsam benutzte Gegenstände, sie kommen häufig mit Keimen in Kontakt und können diese auf alles übertragen, was Sie wiederum anschließend anfassen. Wenn Sie sich danach ins Gesicht fassen, können die Erreger über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper gelangen und eine Infektion auslösen. Beachten Sie daher:

  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen unterbricht diesen Übertragungsweg.
  • Waschen Sie mindestens 20 Sekunden lang ihre Hände (auch zwischen den Fischern und Handgelenke) mit Wasser und Seife.
  • Vermeiden Sie mit den Händen Mund, Augen oder Nase zu berühren oder Speisen mit der Hand zu essen, sofern Sie keine Möglichkeit hatten diese zuvor zu waschen.

Schützen durch Hygiene beim Husten und Niesen:

Typische Krankheitszeichen vieler Atemwegsinfektionen sind das Husten, Schnupfen und Niesen. Hierbei werden über Speichel und Nasensekret eine Vielzahl von Krankheitserreger versprüht. Durch diese Tröpfcheninfektion können die Viren auf andere übertragen werden. Einfache Hygieneregeln beim Husten und Niesen tragen dazu bei, andere nicht anzustecken:

  • Halten Sie beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen und drehen Sie sich weg.
  • Niesen oder husten Sie am besten in ein Einwegtaschentuch. Papiertaschentücher sollten Sie nach einmaliger Verwendung entsorgen; Stofftaschentücher anschließend bei 60°C waschen.
  • Ist kein Taschentuch griffbereit, sollten Sie sich von anderen Personen abwenden und die Armbeuge vor Mund und Nase halten.
  • Und immer gilt: Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen.

Schützen durch Reduzierung der Kontakte auf ein Minimum:

Deutschlandweit gelten ab sofort Leitlinien der Bundesregierung zur Beschränkung sozialer Kontakte im alltäglichen Miteinander. In manchen Bundesländern, Kreisen und Kommunen gelten darüber hinaus zusätzliche Bestimmungen. Bitte informieren Sie sich darüber bei den zuständigen Stellen vor Ort.

Grundsätzlich gilt: Bleiben Sie, so oft es geht, zu Hause. Vermeiden Sie insbesondere die persönlichen Begegnungen mit älteren, hochbetagten oder chronisch kranken Menschen zu deren Schutz. Nutzen Sie stattdessen vermehrt die Kommunikation per Telefon, E-Mail, oder Chats. Arbeiten Sie – in Abstimmung mit dem Arbeitgeber – wenn möglich, von zu Hause aus und meiden Sie öffentlichen Verkehrsmittel.

Haltbarkeit von Coronaviren auf Oberflächen?

Nach derzeitigen Erkenntnissen kann der Virus bis zu 3 Stunden in der Luft, bis zu 4 Stunden auf Kupferoberflächen, bis zu 24 Stunden auf Karton und bis zu 2-3 Tagen auf Edelstahl und Plastik überleben und somit ansteckend bleiben. Wie lange sich der Virus auf Oberflächen hält ist nur schwer zu bestimmen, da die Haltbarkeit von vielen verschiedenen Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Beschaffenheit der Oberfläche abhängt.

  • Erkennen von Krankheitsanzeichen

Erste Anzeichen einer Krankheit sind Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber. Einige  Betroffene leiden außerdem an Durchfall. Bei einem schweren Verlauf können Atemprobleme oder eine Lungenentzündung hinzutreten. Die Krankheitssymptome können nach einer Ansteckung auch bis zu 14 Tage später auftreten.

  • Handeln

Haben Sie sich in einem Gebiet aufgehalten, in dem bereits Erkrankungsfälle mit dem neuartigen Coronavirus aufgetreten sind? Beobachten Sie, ob innerhalb von 14 Tagen die oben beschriebenen Krankheitszeichen auftreten. Vermeiden Sie unnötige Kontakte zu weiteren Personen und bleiben Sie nach Möglichkeit komplett zu Hause.

Wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst  unter der Nummer: 116117, wenn Sie die davon ausgehen, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Besprechen Sie zunächst telefonisch das weitere Vorgehen, bevor Sie die Praxis aufsuchen. Hatten Sie Kontakt zu einer Person mit einer solchen Erkrankung? Wenden Sie sich an diese Person und Ihr zuständiges Gesundheitsamt.

Weitere Auswahl von Hotlines zum Coronavirus:

Hintergrundinformationen zum Coronavirus / Covid-19

Was sind Coronaviren?

Coronaviren wurden bereits erstmalig Mitte der 1960er Jahre identifiziert. Sie können entweder Menschen oder Tiere infizieren. Ein Teil der Erkältungskrankheiten des Menschen wird durch Coronaviren ausgelöst. In Ausnahmefällen können Coronaviren von infizierten Tieren auf Menschen übertragen werden. Breiten sie sich dort weiter aus, können sie zu schweren Erkrankungen führen. In der Vergangenheit war dies beispielweise bei den Ausbrüchen von SARS-CoV (Severe Acute Respiratory Syndrome) und MERS-CoV (Middle East Respiratory Syndrome) der Fall. Auch der neuartige Coronavirus gehört dazu.

Was bedeuten SARS-CoV-2 und Covid-19?

Das neuartige Coronavirus wurde vorläufig mit 2019nCoV bezeichnet. Seit dem 11. Februar 2020 trägt es den Namen SARS-CoV-2. Das Akronym SARS steht hierbei für “Schweres Akutes Atemwegssyndrom”. Die durch SARS-CoV-2 ausgelöste Erkrankung wird mit Covid-19 bezeichnet (Corona Virus Disease 2019).

Wie wird der Coronavirus übertragen?

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Dabei ist davon auszugehen, dass der dies hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion geschieht, d.h. Virus-haltige Tröpfchen an die Schleimhäute der Atemwege gelangen. Darüber hinaus kann bislang auch eine Übertragung durch Schmierinfektion über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Gibt es einen Impfstoff?

An einem wirksamen Impfstoff wird zurzeit intensiv geforscht – auch in Deutschland. Es wird davon ausgegangen, dass es noch etwa 12 Monate dauern kann, bis ein sicherer Impfstoff entwickelt, getestet und auf dem Markt ist.

Umso wichtiger ist es, dass Sie sich selbst durch Präventionsmaßnahmen schützen, und dadurch auch einen Beitrag dazu leisten, andere Menschenleben zu retten. Sie helfen auf diese Weise, insbesondere ältere und Menschen mit Vorerkrankungen, die von dem Coronavirus stärker betroffen sind als alle anderen, zu schützen. Vielen Dank und bleiben Sie gesund!